Mittwoch, 14.07.2010

Stadt Zürich führt Projekt nach Versuchsphase weiter

Zürich (sda) Das Case Management der Stadt Zürich am Arbeitsplatz hat sich bewährt: Die Zahl der IV-Rentner und damit die Kosten für die Sozialwerke sind gesunken. Nach einer vierjährigen Versuchsphase hat der Stadtrat daher jetzt eine Weiterführung beschlossen.

Mit der Methode "Case Management am Arbeitsplatz" für die ganze Stadtverwaltung hat der Stadtrat im Juli 2006 Neuland betreten, wie der Stadtrat am Mittwoch mitteilte. Im Rahmen eines Pilotprojekts sollte getestet werden, ob sich die Zahl der IV-Rentner und die Langzeitabsenzen tatsächlich massgeblich senken lassen.

Teilnehmen konnten die städtischen Angestellten auf freiwilliger Basis. Die Zahl der IV-Rentner ist von 151 im Jahr 2006 kontinuierlich auf 105 Fälle im Jahr 2009 gesunken. Insgesamt konnten, nach Abzug der Projektkosten, 5,765 Millionen Franken eingespart werden.

Durch diese Entlastung der Sozialwerke sollte es künftig möglich sein, die Risikobeiträge zu senken, heisst es in der Mitteilung. Bei der Unfallversicherung ist dies bereits seit Anfang 2010 der Fall.

Ziel des Case Managements ist es, kranke oder verunfallte Mitarbeitende, die länger als 14 Tage am Arbeitsplatz fehlen, zu begleiten. Im Vordergrund stehen die Reintegration und das Verhindern von Invalidisierung.

Während der Pilotphase wurden 2129 Mitarbeitende im Case Management gemeldet, 1033 davon begleitet und 587 Fälle abgeschlossen. Von diesen 587 Personen konnten 383 Personen reintegriert werden. Sie kehrten entweder an ihren Arbeitsplatz zurück oder fanden stadtintern eine andere Beschäftigung, teilweise mit verändertem Pensum.

 
 
 

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