der arbeitsmarkt | 15.06.2010 | Text: Annamaria Ress-Karl

Blitzlicht

Barbara Conrad, 34, Reiseberaterin SBB, Uster und NänikonBarbara Conrad, 34, Reiseberaterin SBB, Uster und Nänikon

Blitzlicht
Foto: Annamaria Ress-Karl

Wie war Ihre Stimmung, als Sie heute Morgen zur Arbeit gingen?

Gut wie immer, wenn ich zur Arbeit gehe.

Was geht Ihnen bei der Arbeit gegen den Strich?

Manchmal Kunden, die ungeduldig sind oder sich unhöflich gegenüber dem Schalterpersonal verhalten. Damit muss ich leben in diesem Beruf. Die meisten sind allerdings sehr nett und schätzen eine fachliche Beratung. Im Bahnhof Uster läuft aufgrund der Einwohnerzahl immer sehr viel. Die Kunden tragen verschiedene Anliegen an uns heran. Am Bahnhof Nänikon geht es viel ruhiger zu und her.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?

Dass er extrem abwechslungsreich ist. Arbeite ich in der grösseren Dienststelle Uster, habe ich mit nationalen und internationalen Billetverkäufen zu tun, mit Gepäck-Anliegen, mit Finanzdienstleistungen. Es kommen Tagesausflügler, Gruppenreisende und Berufsleute zu mir an den Schalter. Ausserdem bin ich für die Lehrlinge zuständig. Das gefällt mir sehr gut. Vor allem schätze ich die Arbeitszeiten. Durch die Schichtdienste wird oft eine Mittagspause zuhause möglich. So sehe ich meine Familie sehr oft. Beide Arbeitswege sind ideal für mich.

Hätten Sie gerne mehr Freizeit?

Ja sicher, wer hätte das nicht! Ich hätte gerne mehr Zeit für mich selbst. Ich würde einen Kurs besuchen, zum Beispiel Spanisch lernen. Vor kurzem habe ich mein Arbeitspensum von 80 auf 70 Prozent gesenkt. Das ergibt bereits mehr Freizeit. Ich geniesse das sehr.

Wie wirkt sich die Wirtschaftskrise auf Ihr Leben aus?

Die Frequenz der Schalterbesucher hat deutlich abgenommen, besonders Anfang Jahr. Eine leere Schalterhalle zum Beispiel hätte ich mir früher nie vorstellen
können. Tatsächlich aber ist es hin und wieder vorgekommen. Inzwischen scheint mir, zieht es wieder an.

 
 
 

Archiv-/Themen-Suche