der arbeitsmarkt | 15.06.2010 | Text: Doris Braun
Christian Dür, 46, Inhaber Visualix Werbeagentur, Egg bei Zürich
Wie war Ihre Stimmung, als Sie heute Morgen zur Arbeit gingen?
Ich bin zufrieden aufgestanden und habe meine Geissen gefüttert. Dieses Ritual lenkt mich ab. Anschliessend rannte ich zehn Kilometer auf dem Laufband und fühle mich danach motiviert für den ganzen Tag.
Was geht Ihnen bei der Arbeit gegen den Strich?
Das Monotone, das auch getan werden muss, ich aber am liebsten vor mich hinschiebe. Damit meine ich Ämter, Steuern, Mehrwertsteuerabrechnungen, überhaupt das administrative Gerümpel. Ich finde oft, das könnte man doch einfacher lösen.
Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?
Ich habe einen Traumberuf, und ich bin stolz auf meine Tätigkeit. Das kreative Schaffen, der künstlerische Akt, bedeuten mir am meisten sowie die Bestätigung, wenn meine Arbeiten publiziert werden.
Hätten Sie gerne mehr Freizeit?
Ja, warum nicht? Die Balance muss da sein. Daran arbeite ich noch. Ich muss aber auch genug verdienen, sonst geht die Rechnung nicht auf.
Wie wirkt sich die Wirtschaftskrise auf Ihr Leben aus?
Ich merke, dass überall etwas gespart wird. Es gibt weniger Aufträge als früher. Solange es finanziell aufgeht, ist das in Ordnung. Die Krise fordert mich heraus - ich will nicht zu bequem werden. So muss ich eben neue Ideen entwerfen und Kunden akquirieren. Alles neu aufzumischen, tut mir nicht schlecht.