der arbeitsmarkt | 15.06.2010 | Text: Doris Braun
Robert Simara, 42, Dachdecker, Langnau am Albis
Wie war Ihre Stimmung, als Sie heute Morgen zur Arbeit gingen?
Wie immer bin ich ohne Wecker kurz nach 5 Uhr aufgestanden. Da mein Beruf mein Hobby und mein Leben ist, fühlte ich mich gut. Auf dem Weg zur Arbeit wusste ich, was ich heute zu tun haben werde.
Was geht Ihnen bei der Arbeit gegen den Strich?
Ich bin nicht der Chef, nur ein kleiner Boss für viele Temporäre aus Deutschland. Meine Hautfarbe ist denen sehr wichtig. Es gibt auch Kunden, Hausbesitzer oder Bauführer, die mit meinem Teint ein Problem haben.
Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?
Vor allem liebe ich das Handwerk. Ich bin den ganzen Tag mit Kraft und Kopf dabei. Was mir bei der vorangegangenen Frage gegen den Strich ging, kann ich oft, wenn ich eine Chance bekomme, durch meine Arbeit mit den Leuten lösen.
Hätten Sie gerne mehr Freizeit?
Nein, bei zu viel Freizeit langweile ich mich. Ich habe aus vergangenen Jahren noch mehr als vier Monate Ferien zugute. Zuerst sollte ich diese einlösen.
Wie wirkt sich die Wirtschaftskrise auf Ihr Leben aus?
Jeden Tag sehe ich die Konkurrenz auf den Baustellen. Die arbeiten mit totalem Preiskampf. Den Leuten geht es dabei nicht gut. Im Vergleich dazu bin ich glücklich.