der arbeitsmarkt | 17.06.2010 | Text: Doris Braun

Blitzlicht

Lukas Lars Kurmann, 21, Elektromonteur, Oberrieden

Blitzlicht
Foto: Simone Gloor

Wie war Ihre Stimmung, als Sie heute Morgen zur Arbeit gingen?

Sehr gut. Ich hatte vergangene Woche den letzten Arbeitstag vor der
Rekrutenschule. Ich weiss zwar nicht genau, was mich heute dort erwartet, aber es
ist bestimmt ein aufregender Tag: Fünf Monate sind eine lange Zeit, um über die
Zukunft nachzudenken.

Was geht Ihnen bei der Arbeit gegen den Strich?


Wenn gewisse Leute das Gefühl haben, höher zu stehen und die Menschen, die
sozusagen unter ihnen stehen, behandeln, wie sie wollen. Es ist immer ein
Machtkampf. Bei mir ist es der Kampf zwischen Architekt und Arbeiter oder
«Stromer», wie man mich auf der Baustelle nennt. Am Schluss muss sich der
Arbeiter entschuldigen, alles wieder recht machen und die Schuld auf sich nehmen.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?

Am meisten mag ich die Abwechslung. Ich habe viel mit anderen Menschen zu tun
und lerne jeden Tag etwas dazu.

Hätten Sie gerne mehr Freizeit?


Auf jeden Fall. Ich könnte locker jeden Tag zwei Stunden wegstreichen und früher
Feierabend machen. Auch ein freier Tag in der Woche wäre eine Lösung.

Wie wirkt sich die Wirtschaftskrise auf Ihr Leben aus?

Ich persönlich bin überhaupt nicht betroffen. Ich hatte nie Aktien. Es geht mir gut.
Vielleicht werden wir es dieses Jahr spüren, wenn die Aufträge zurückgehen und
die Preise steigen bei tieferem Lohn.

 
 
 

Archiv-/Themen-Suche