der arbeitsmarkt | 17.06.2010 | Text: Andrea Duttwiler

Blitzlicht

Esther Unseld, 53, Znüni-Lieferservice in Dietikon

Blitzlicht
Foto: Andrea Duttwiler

Wie war Ihre Stimmung, als Sie heute Morgen zur Arbeit gingen?

Gut wie immer, das liegt in meinem Naturell. Ausnahmen gibt es nur wenige. An
Tagen, an denen ich Kunden akquirieren soll, muss ich mich selbst motivieren.

Was geht Ihnen bei der Arbeit gegen den Strich?

Der viele Verkehr, der es schwierig macht, beim Ausliefern die Zeiten einzuhalten.
Auch dass gewisse Mitarbeiterinnen wiederholt Anweisungen nicht beachten.
Zudem gibt es Tage, da häuft sich die Arbeit, wobei sich unmöglich alles
miteinander erledigen lässt.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?

Eigentlich alles, speziell der Kundenkontakt beim Ausliefern, die Abwechslung
allgemein und das Optimieren und Koordinieren der Touren. Es macht mir Freude,
Prozesse für einfachere Arbeiten zu verbessern sowie mit Kunden und Mitarbeitern
zu kommunizieren.

Hätten Sie gerne mehr Freizeit?

Momentan ja, da ich gleichzeitig an zwei Orten arbeite, um das Studium unseres
Sohnes mitzufinanzieren. Die freie Zeit, die mir bleibt, geniesse ich aber bewusst.

Wie wirkt sich die Wirtschaftskrise auf Ihr Leben aus?

Durch den Kontakt mit Kunden bekomme ich mit, dass viele Firmen Kurzarbeit
einführen und Leute entlassen müssen. Für mich persönlich ist die Krise kein
grosses Problem. Ich kenne die Situation der Arbeitslosigkeit und habe miterlebt,
dass es immer irgendeine Lösung gibt. Deshalb macht sie mir nicht wirklich Angst.

 
 
 

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