der arbeitsmarkt | 01.07.2010 | Text: Hans Rechsteiner
Mario Gratwohl, 39, Garagist, Niederwil AG
Wie war Ihre Stimmung, als Sie heute Morgen zur Arbeit gingen?
Gut, denn meine Arbeit macht mir Spass und Freude. Dabei gehe ich selten mit
schlechter Stimmung in den Betrieb. Ausser am ersten Tag nach den Ferien!
Was geht Ihnen bei der Arbeit gegen den Strich?
Dass Abmachungen nur noch schriftlich verbindlich sind. Mündliche, oder per
Handschlag wie früher, gelten nicht bei allen Leuten, hier im Bereich der
Autogaragen. Das wirft ein schlechtes Licht auf die ganze Branche.
Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?
Mein eigener Chef zu sein. Ich kann meinen Tag selber einteilen. Mir gefällt der
Alltag in meiner Garage, die verschiedenen Tätigkeiten: Kundenkontakt,
Personalführung, technische Kompetenz und natürlich das Verkaufsgespräch.
Hätten Sie gerne mehr Freizeit?
Wer hätte nicht gerne mehr Freizeit? Mein Geschäft lässt nicht mehr zu. Doch die
Freizeit, die ich habe, nutze ich bewusst, unter anderem für die Familie mit Ehefrau
Susanne und den beiden Buben Mike und Luca.
Wie wirkt sich die Wirtschaftskrise auf Ihr Leben aus?
Im privaten Leben wirkt sich die Krise weniger stark aus als im Geschäft. Bei
sinkenden Verkaufszahlen in der Autobranche bemerken wir eine wachsende
Zurückhaltung bei den Kunden, überhaupt Geld fürs Auto auszugeben. Was halt
doch einen gewissen Druck auf mein Leben ausübt. Wir haben in der Firma soeben
darauf reagiert, indem wir zur bisherigen Marke Kia noch die ganze Suzuki-Palette
dazu nahmen. Das ist ein positives Signal für unsere Zukunft.