der arbeitsmarkt | 19.09.2011 | Text: Simon Wolanin
Nicole Sommer, 24, Sachbearbeiterin Rechnungsprüfung/Kalkulation, Birsfelden (BL)
Wie war Ihre Stimmung, als Sie heute Morgen zur Arbeit gingen?
Ich gehe meistens gut gelaunt zur Arbeit. Mir bereitet mein Job Freude, und ich arbeite gerne mit meinen Arbeitskollegen zusammen.
Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?
Ich mag die Arbeit mit Zahlen. In meinen Job suche ich auch nach Fehlern im System. Dies ist eine Detektivarbeit, die ich gerne mache. Wenn ich etwas finde und es korrigiert wird, gibt mir das ein gutes Gefühl. Ich schätze das Team, mit dem ich sehr gut auskomme.
Was geht Ihnen bei der Arbeit gegen den Strich?
Ich habe im Sommer meine Lehre bei meinem Arbeitgeber abgeschlossen. Da ist es manchmal schwer, nun als richtige Mitarbeiterin anerkannt zu werden. Meine Arbeitskollegen sind zum Teil viel älter als ich. Wenn ich diese auf Fehler aufmerksam machen muss, ist das für sie und für mich nicht einfach. Ein weiteres Problem ist, dass bei uns jede Abteilung für sich arbeitet. Wenn ich einen Fehler gefunden habe, wird das Problem von Abteilung zu Abteilung weitergeschoben, und schliesslich kümmert sich niemand darum. Das ist mühsam und braucht viel Energie.
Welchen Stellenwert hat Arbeit für Sie?
Arbeit ist mein Leben (lacht). Arbeit und Weiterbildung ist für mich im Moment das Wichtigste. Deshalb ist es für mich auch wesentlich, dass ich Freude an meinem Job habe. Ich bin gut in dem, was ich tue, und das erfüllt mich.
Hätten Sie gerne mehr Freizeit?
Manchmal schon. Ich denke, niemand würde sich beschweren, wenn er mehr Freizeit hätte. Ich habe mit der Berufsmatura begonnen und muss zur Schule gehen. Doch weil mir lernen und arbeiten Spass macht, ist das alles halb so wild.